Glühweintouren

Forumstour nach Stade am 12.12.09

Wieder einmal hatte Petra im Radreiseforum zu der schon fast traditionellen Glühweintour aufgerufen.
In diesem Jahr sollte es zum Weihnachtmarkt nach Stade gehen, und da es sich um mein arbeitsfreies Wochenende handelte wollte ich unbedingt dabei sein.

Nachdem ich ausgeschlafen und einen Großteil des Vormittags vertrödelt habe, fahre ich mit der U-Bahn zu den Landungsbrücken. Schon von Weitem sehe ich dort zwei Liegeradler herumstehen und bin überzeugt, dass die Beiden auch zur Glühweintruppe gehören müssen.
Beim Näherkommen erkenne sie als Christiane und Ingo aus Lüneburg. Gemeinsam besteigen wir die Fähre, lassen uns zum Treffpunkt nach Finkenwerder schippern und warten dort auf weitere Radler, die mit der Fähre von Teufelsbrück kommen.
Zu guter Letzt sind wir acht Radler, von denen der jüngste Teilnehmer 4 Jahre jung ist, die sich auf den Weg nach Stade begeben.

Forumsmitglieder

Da wir vom Warten in der Kälte etwas durchgefroren sind, treten wir ordentlich in die Pedale. Für den Kleinen sind wir damit natürlich viel zu schnell und er bleibt mit seinem Vater weit hinter uns zurück.
Wir warten und überlassen dann den Beiden die Führung. Nun geht es langsamer weiter. Für mich zu langsam und ich beginne zu frieren, während der Kleine sich vermutlich ganz schön anstrengen muss.
Als wir am Fähranleger in Cranz vorbeikommen, beschließen Vater und Sohn uns zu verlassen, die Fähre nach Blankenese zu nehmen und von dort gemütlich nach Hause zu radeln.

Nun geht es zu sechst weiter, immer am Elbdeich entlang. Der im Sommer so belebte Lühe-Anleger zeigt sich einsam und verlassen. Außendeichs fahren wir nun weiter, wobei uns nur vereinzelt Spaziergänger entgegen kommen.
Trotz der höheren Geschwindigkeit sind wir ziemlich durchgefroren als wir in der Innenstadt von Stade ankommen. Wir schließen unsere Räder an und stürmen ein Café, um uns erst einmal aufzuwärmen.
Weihnachtsmarkt Stade Weihnachtsmarkt Stade Anschließend bummeln wir über den Weihnachtsmarkt. Es gibt Bratwurst, Kartoffelpuffer und natürlich Glühwein. Dann wird es auch schon wieder Zeit, wir begeben uns zum Bahnhof und können nach kurzer Wartezeit eine Regionalbahn nach Hamburg besteigen.
So geht eine schöne Vorweihnachtstour zu Ende, deren Tradition hoffentlich in den nächsten Jahren fortgesetzt wird.

Tour der Nordradler nach Lüneburg am 13.12.09

Gleich am nächsten Tag geht es mit den Nordradlern zum Weihnachtsmarkt nach Lüneburg. Die Nordradler sind ein (noch) kleiner Club des Internetportals Gayromeo, und treffen sich, um in kleinen, wild gemischten Grüppchen im Umkreis von Hamburg zu radeln.

Irgend jemand aus dieser, derzeit aus 22 Männern bestehenden, wild gemischten Gruppe beschloss also, dass wir zum Weihnachtsmarkt nach Lüneburg radeln sollten. Simon startete eine Umfrage zum Termin und ich wurde beauftragt, vorab schon mal eine Strecke zu planen.
Auf gpsies fand ich eine Strecke, die auf mich einen netten Eindruck machte. Aber so einfach wie gedacht war wurde es dann doch nicht, da die Fähre am Zollenspieker von Ende November bis Anfang März keinen Fährbetrieb hat.
So bastelte ich mir noch einen Track vom Bahnhof Harburg nach Hoopte zusammen, nur um dann zu erfahren, dass die Nordradler lieber gleich vom Hauptbahnhof starten.
Nun sollte also ich, der nach Möglichkeit erst außerhalb Hamburgs aufs Rad steigt, eine Route durch die Stadt finden. Zum Glück fielen mir noch die Hamburger Alltagsrouten ein, und ich wählte die Alltagsroute 10, um nach Harburg zu kommen. Mit ein wenig Aufwand übertrug ich die Route in den GPS-Empfänger und wartete gespannt auf den Sonntag.

Schon lange vor dem vereinbarten Zeitpunkt treffe ich am Hauptbahnhof ein, und während ich auf die Mitradler warte, kommt ein fremder Mann auf mich zu:
"Du willst sicher zu den Nordradlern?" "Äh, ja." "Ich bin Hennning und muss leider absagen. Ich bin nur gekommen, um zu zeigen das es mich in real gibt."
Ja, harte Sitten herrschen bei den Nordradlern. Personen, die nur virtuell existieren werden nicht geduldet.

So nach und nach trudeln weitere Radler ein, und gegen viertel nach elf machen wir uns zu siebt auf den Weg, direkt hinein in Hamburgs größte Baustelle, der Hafencity. Doch zum Umschauen bleibt keine Zeit.
Alte Harburger Elbbrücke Schnell geht es weiter nach Veddel, vorbei an der Ballinstadt und durch Wilhelmsburg weiter zur Alten Harburger Elbbrücke.
Hinter dieser schönen alten Brücke, die nur noch für Radler und Fußgänger freigegeben ist, legen wir unseren ersten kurzen Stopp ein. Alte Harburger Elbbrücke

Auf dem, mir endlos lang erscheinenden Großmoordamm, radeln wir zwischen sumpfigen Wiesen und Feldern hindurch, und gelangen über Großmoor und Altendeich an die Elbe.
Links Deich, rechts Häuser, radeln wir nun eine langweilige Strecke weiter bis nach Hoopte.
Von nun an folgen wir fast ausschließlich dem Ilmenau Radweg.
Als wir gleich hinter dem Stöckter Hafen links abbiegen müssen, fährt die Gruppe oben auf dem Deich. Nur ich kann nicht glauben, dass der Weg da oben wirklich weiter geht und bleibe lieber unten auf der Straße, um dann, als die Straße an einer Hofeinfahrt endet, mein Rad doch noch auf den Deich zu schieben.

Nach einer kurzen Fahrt durch Wiesen und Felder kommen wir an die Ilmenau, folgen ihr ein paar hundert Meter, um dann immer geradeaus am Ilmenaukanal entlang bis nach Tönnhausen zu radeln.
Hier legen wir, nahezu mitten auf der Straße, unsere nächste Rast ein. Die Kälte macht hungrig.
Schöpfwerk Dann geht es am Ilmenaukanal auf ziemlich gerader Strecke weiter, bis wir an einem Schöpfwerk erneut eine Pause machen, um wieder warme Füße zu bekommen. Gegen kalte Füße beim Radeln scheint noch niemand ein richtiges Mittel gefunden zu haben. Doch mit dem Wetter haben wir Glück. Es ist zwar kalt, aber trocken und fast sonnig. Bäume

einsamer Radler Ab St. Dionys führt die Strecke durch ein Waldgebiet, in dem etwas versteckt, immer wieder Häuser zu entdecken sind, und dann wieder durch Wiesen und Felder nach Bardowick. Direkt an der Ilmenau entlang gelangen wir von hier aus ins Zentrum von Lüneburg.
Lüneburg Lüneburg Der Weihnachtsmarkt ist derart überfüllt, dass wir nur Stehplätze an einem Futterstand belegen, und diese auch nur einzeln verlassen, um etwas Ess- oder Trinkbares zu besorgen. Von weiteren Marktständen bekommen wir kaum etwas zu sehen.
Als zu guter Letzt eine Blaskapelle für uns aufspielt, wollen wir rasch den Markt verlassen. Doch Abschiedsszenen halten uns auf, und als wir endlich aufbrechen können, sind wir schon wieder durchgefroren.
Im Zug In letzter Minute erreichen wir den Zug nach Hamburg und schaffen es mit viel Mühe, ein wenig Platz für uns und unsere Räder zu bekommen.

 

Die Fotos dieser Tour stammen von Simon.

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