Hamburg - Cuxhaven

Hafen

Um halb fünf habe ich es satt mich schlaflos im Bett zu wälzen. Ich stehe auf und - nachdem ich genug Kaffee in mich hineingeschüttet habe - fühle ich mich fit genug um mir den Sonnenaufgang am Hafen anzusehen.
Hafen Hamburg wirkt wie ausgestorben, eigentlich hatte ich um diese Zeit mehr Nachtschwärmer erwartet. Doch diese Atmosphäre gefällt mir.

Am Hafen sind dann aber schon erstaunlich viele Leute, die Richtung Finkenwerder übersetzen.
Hafen So schön die Stimmung hier auch ist, während des Wartens wird mir langsam kühl. Doch für einen heißen Kaffee ist es sogar am Hafen noch zu früh. Als es zu dämmern beginnt taucht auf der Brücke ein weiterer Radfahrer auf.

Das muss Ingo sein
Ingo Nach einer gemeinsamen Zigarette legt unsere Fähre ab und es geht los nach Finkenwerder. Innerhalb von zwanzig Minuten wird es nun hell und schon scheint die Sonne.

Chris

Gutes Timing: Kaum sind wir angekommen legt auch schon die Fähre aus Teufelsbrück an, und mit ihr kommt auch Chris. Nun sind wir vollzählig und es kann losgehen.
Niemand von uns kennt sich in Finkenwerder aus und so orientieren wir uns erst einmal am Wasser um aus den Ort zu kommen. Es geht am Airbus Gelände vorbei und dann, nach wenigen Kilometern am Deich, biegen wir ab und folgen dem Nordseeküsten-Radweg durchs Alte Land nach Stade. Hätte ich doch nur lange Handschuhe mitgenommen! Während der Nacht hat es im alten Land gefroren und es ist noch ziemlich kalt.

Gut zwei Stunden später sind wir in Stade und wärmen uns in einem Cafe auf. Das braucht ca. 1 Std. und 2 Becher Kaffee.
stade.jpg Als es weiter geht wärmt auch die Sonne schon viel besser. Ich stelle fest, dass ich mich in Stade kaum noch auskenne. Selbst mein alter Arbeitsweg ist mir völlig fremd.

Über Himmelpforten geht es weiter nach Osten an der Oste. Dann streifen wir Hemmor und kommen bis in die Wingst. Dort verpassen wir eine Abfahrt und müssen deshalb durch den Wald. Zum Glück ist neben dem, von Pferden zertrampelten, Sandweg meistens ein geschotterter Pfad auf dem wir fahren können. Doch zu meinem Entsetzen kommen wir auf dem Weg an keinem Cafe vorbei.

chris ingo Nachdem wir den Wald erfolgreich durchfahren haben geht es zwischen Wiesen hindurch nach Otterndorf, wo wir gleich das erste Kaffee anfahren. Dann folgt der Endspurt von 16 km über Altenbruch nach Cuxhaven. Wir wollen unbedingt noch den Zug um 17:27 Uhr erreichen. Trotz der schlechten Cuxhavener Radwege sind wir pünktlich! Doch es gibt eine Fahrplanänderung und der Zug fährt erst um 17:52 Uhr.

Endlich im Zug merke ich dann doch, dass mich die Tour doch ziemlich geschafft hat. Vermutlich muss ich mich noch an die herbstlichen Temperaturen gewöhnen.
ingo chris Doch den beiden Mitradlern scheint es nicht viel anders zu ergehen.

In Hamburg angekommen steigen wir nicht mehr aufs Rad, sondern lassen uns von der S-Bahn nach Hause bringen.

129 km von zu Hause bei einer Fahrzeit von 6:47 und einer Durchschnittgeschwindigkeit von 19,06 km/h.

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