Spargeltour 2011

Noch nicht ganz ausgeschlafen radle ich früh am Morgen zum Hauptbahnhof und besteige den Metronom nach Bremen, um an der Spargeltour des Radforums teil zu nehmen.
Zwar gehe ich davon aus, dass der einzige weitere Radler im Abteil auch zu unserer Truppe gehört, doch vorsichtshalber frage ich ihn, ob er auch zum Spargelessen will.
Der Radler blickt mich irritiert an: "Woher weißt du das denn?" Diese Gegenfrage wiederum irritert mich: "Naja, gleich startet doch die Spargeltour vom Radforum." Er bricht in Gelächter aus und erklärt mir, dass er zum Spargelessen zu seinem Vater will, aber wegen des schönen Wetters eine Radtour dorthin macht.
Nun, so als einziger Radler im Metronom von Hamburg nach Bremen, beschleicht mich die Befürchtung, mich im Datum oder der Zeit vertan zu haben. Treffpunkt Doch als ich den Vorplatz des Bremer Hauptbahnhofs betrete, ist dort unschwer eine Gruppe Forums-Radler zu erkennen. Bis zur Abfahrt sind wir zu einer 20-köpfigen Gruppe angewachsen. Natürlich sind auch einige Hamburger dabei.
Einige Teilnehmer sind mir von anderen gemeinsamen Touren bekannt, andere glaube ich noch nie gesehen zu haben. Dafür werde ich von Leuten erkannt, die mich nur auf dem Regionaltreffen vor sechs Jahren gesehen haben, und die ich tatsächlich nicht wieder erkannt habe. Erstaunlich, welch ein Gedächtnis manche Leute haben.

Um 10:20 Uhr starten wir die Tour und radeln zunächst durch den Bürgerpark. Auf einem gut ausgebauten Radweg folgen wir dann der kleinen Wümme bis zu ihrer Mündung in die Wümme.
pausenplatz Strom aufwärts geht es nun auf dem Wümme-Radweg weiter. Nachdem wir etwa eine Stunde unterwegs sind, wird es Zeit für die erste kurze Pause. Eine viertel Stunde lang wird gegessen, getrunken, geklönt und natürlich gefachsimpelt; dann geht es auf diesem schönen Radweg weiter.
Radler auf dem Wümme-Radweg Radler auf dem Wümme-Radweg Radler auf dem Wümme-Radweg Radler auf dem Wümme-Radweg Radler auf dem Wümme-Radweg

 

Doch wir sind kaum wieder eine halbe Stunde unterwegs, da zischt es, und wir müssen eine ungeplante Pause einlegen.
Eines der beiden Velomobile wurde von einer Scherbe angegriffen und an seiner empfindlichsten Stelle getroffen. Panne Ein Fachmann sieht sich die Wunde an, macht sich ans Werk und zehn Minuten später ist der Schaden behoben.
Durch die Wümmewiesen radeln wir nun weiter bis nach Fischerhude. Scheinbar sind wir gut in der Zeit, denn wir umrunden dem Ort in großem Bogen, bevor wir, nach nunmehr 40 km zu einem Gasthof abbiegen.
Im Garten Bestellung Bei strahlendem Sonnenschein lassen wir uns im Garten nieder, und dann werden unsere hohlen Mägen gefüllt.

 

Zwei Stunden sitzen wir herum, essen und klönen, bevor wir uns wieder auf die Räder schwingen.
Warten vorm Lokal vorm Lokal

 

Doch ganz offensichtlich ist ein großer Teil unserer Truppe vom Spargel nicht satt geworden. Wir radeln nur bis zum nächsten Eisstand, und dort schließen sich mindestens 15 Radler der eh schon langen Schlange vor dem Tresen an.
Da ich nicht schon wieder essen kann, schaue ich mir derweil die versammelten Fahrräder an und entdecke dabei eine Lenker-Bremsgriff-Kombination die ich, als Idee für mein Rennrad, schon einige Zeit im Kopf mit mir herum schleppe. Seltsam, dass mir das Rad vorher noch nicht aufgefallen ist. Also bleibe ich bei diesem Rad stehen, um den Eigentümer kennen zu lernen und nach seiner Erfahrung mit dieser Kombination zu befragen.
Es kommt ein Mann, der gar nicht zu unsere Truppe gehört, und nimmt sich genau dieses Rad. Ich halte ihn auf, frage ihn nach seiner Erfahrung mit der Kombination - und muss doch auf einen Erfahrungsbericht verzichten. Der Mann hat das Rad erst vor einer Woche gebraucht erstanden und führt es heute zum ersten Mal aus.

Tourenkarte

Noch etwa 15 km können wir dem Wümme-Radweg folgen, dann geht es im Bremer Stadtgebiet weiter. Anfangs auf kleinen Nebenstraßen, dann, anders als im Forum angekündigt, auf Radwegen neben mehrspurigen Fahrbahnen.
Offensichtlich haben Spargel und Eis mehr Zeit als geplant in Anspruch genommen und nun muss die Strecke gekürzt werden, damit wir pünktlich wieder am Hauptbahnhof sind. Nach insgesamt 68 km dort angekommen, gibt es lange oder kurze Abschiedsszenen. Je nachdem, welchen Zug man erreichen muss.
Ein weiterer Hamburger Radler und ich können uns dank späterer Abfahrtszeit etwas mehr Zeit nehmen. Bei dem schönen Wetter bummeln wir noch ein wenig durch die Stadt und trinken in aller Ruhe einen Kaffee, bevor auch wir uns mit dem Zug wieder auf den Heimweg machen.

Der bisher rundum gelungene Tag wird nun getrübt, weil wir in getrennten Zügen nach Hamburg fahren müssen, denn der andere Radler hat ein Intercity-Ticket mit Zugbindung, und die Zugbegleiter lassen ihn damit nicht den Regionalzug benutzen.

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