StartschussTour

Der Frühling scheint auch in Hamburg langsam anzukommen und ich habe es einige Male gewagt, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Aber aus irgendwelchen Gründen passten der Sattel und mein Allerwertester nicht mehr so richtig zusammen. Nach dem Kauf eines neuen Sattels in Harry's Radstation wurde es Zeit für eine etwas längere Tour, denn ich hatte nur drei Wochen Zeit, ihn zur Probe zu fahren.

Aber wo nur? Und mit wem?
Also sah ich mich auf der Internetseite der Outdoorgruppe des Schwul/Lesbischen Sportvereins um und wurde fündig. Frank bot an meinem arbeitsfreien Samstag eine Tour durch die Vier- und Marschlande an.

Als ich, eine viertel Stunde zu früh, am Hauptbahnhof ankomme, sehe ich im Getümmel auf dem Bahnhofsvorplatz auch einen einsamen Radler stehen. Doch bevor ich mich darum kümmere, muss ich mir erst einmal einen Kaffee besorgen. Den Kaffee über den Vorplatz balancierend will ich mich nun dem Radfahrer zuwenden, doch der hat sich inzwischen vermehrt.
Frank und ManfredUnverkennbar, das muss meine Gruppe sein, denn bei ihm steht jemand mit einem gelben Rad und gelber Tasche. Das kann nur Tourenleiter Frank sein. Wenige Minuten später kommt noch jemand, und danach gleich eine ganze Vierergruppe. Nun sind wir schon sechs Männer und zwei Frauen.
Als wir davon ausgehen können, dass niemand mehr dazu kommt, geht es los Richtung Rothenburgsort. Es dauert nur wenige Minuten, und schon ist mir die Gegend gänzlich unbekannt. Oh doch!
Den Wasserturm in Rothenburgsort erkenne ich, von einer anderen Tour, wieder. Von dort ist es nicht mehr weit zum Wasserwerk Kaltehofe.
Auf dem alten Marschbahndamm soll es nun weitergehen Richtung Zollenspieker.

LuvoDoch vorher kehren wir in ein kleines Cafe ein. Die Lütt Backstuv hat Frank auf einer früheren Tour mal entdeckt. Klein und versteckt ist sie, doch es gibt Kaffee, leckeren Kuchen und warmen Sonnenschein. Kurz vor der Weiterfahrt.

Gut gestärkt geht es auf autofreier Strecke weiter entlang des Nördlichen Ochsenwerder Sammelgrabens nach Fünfhausen und dann weiter durch das Naturschutzgebiet Kirchwerder Wiesen zum Zollenspieker Fähranleger.

PausenbildDort machen wir eine Verschnaufpause, genießen den Blick auf die Elbe, und beginnen nach kurzer Zeit zu frieren.
Wir nehmen die Fähre und setzen auf die andere Elbseite über. Hier muss gleich wieder eine Pause gemacht werden, um Fischbrötchen zu essen. Fährfahrt

Entlang des Elbdeichs radeln wir nun bis Wuhlenburg. Dort biegen wir ab und kommen so, vorbei am Steller See, zum Stellwerk Maschen, und auf einer Strecke entlang des Stellwerks zum See im Großen Moor, der bei strahlendem Sonnenschein zum Picknick einlädt.

Picknick TemperaturtestBei dem schönen Wetter lassen wir uns hier ein wenig Zeit. Ich taste vorsichtig ins Wasser, doch der See ist mir eindeutig zu kalt um hinein zu hüpfen.
Doch essen und lustige Gespräche sind eine gute Alternative.

ZielgeradeDann geht es direkt zum Bahnhof Harburg, wo uns vier Radler verlassen, um mit der S-Bahn zurück zu fahren. Zielgerade
Harald, Manfred, Frank und ich wollen mit dem Rad zurück fahren.
Nachdem wir die Alte Harburger Elbbrücke überquert haben, geht es neben Wilhelmsburger Reichstraße und Schrebergärten nach Wilhelmsburg und weiter nach Veddel.
Danach ist es vorbei mit ruhigen Strecken.
So nach und nach trennen sich unsere Wege. Am Berliner Tor verlässt uns Frank, und wenige Meter später auch Harald. In Eilbek verlasse ich Manfred, um auf ruhigerer Strecke zum Dulsberg zu fahren.
Nach ca. 65 km komme ich glücklich zu Hause an: Mein Sitzfleisch hat die Tour mit dem neuen Sattel gut überstanden.

Touren verlauf

Weitere Rad- und Wandertouren von und mit Frank sind auf seiner Homepage zu finden.

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