Stockholm und Schwedens Westküste

Eine Woche in Stockholm

Fähre in Stockholm Autobahn in Stockholm

Ich liebe diese aus 14 Inseln bestehende Stadt, die auf dem Wasser schwimmt (Selma Lagerlöf).
Eine wunderschöne Altstadt "Gamla Stan", Djurgården mit dem Vergnügungspark "Gröna Lund" und dem Wasamuseum, Kaffee trinken im Kungsträdgården, Hochhausburgen im Grünen zu denen sogar die U-Bahnfahrt zum Erlebnis wird.

Stockholms Altstadt Stockholm

Die moderne unschöne Innenstadt mit dem Sergels Torg ... Trotzdem, bei Stockholm komme ich unweigerlich ins Schwärmen.

Stockholm Schloss von Stockholm

Doch mit dem Schloss habe ich so meine Schwierigkeiten.
Wie gut das Silvia sich nach Schloss Drottningholm verziehen kann (mit Googles Bildersuche bekommt man einige schöne Ansichten).

Välkommen till världens längsta konstutställning! Willkommen zur längsten Kunstausstellung der Welt

Haltestelle Haltestelle Haltestelle Haltestelle

Einen ganzen Tag lang U-Bahn fahren und an jeder Haltestelle aussteigen. Mit der blauen Linie ein lohnendes Erlebnis.

Haltestelle Haltestelle

Rauf aufs Rad

See Mariefred

Nachdem ich mich eine Woche in Stockholm ausgetobt habe, setze ich mich endlich aufs Rad.
Ich habe mir gedacht, nach Göteborg und dann von dort, entlang der Küste, bis nach Helsingborg zu radeln. Von Helsingborg will ich mit Fähre und Bahn zurück nach Hamburg. Aber offensichtlich habe ich diese Berechnungen ohne mich gemacht.
Schade, daß ich damals noch kein Reisetagebuch geführt habe... So kann ich mich kaum noch an die Strecke erinnern. Es ging zwischen vielen Seen hindurch und ich bin irgendwann in Mariefred angekommen.

Schloss Gripsholm Ein Etappenziel habe ich also erreicht und mir natürlich Schloß Gripsholm angesehen.

Fahrrad Dorf

Die nächste Erinnerung ist eine lange Irrfahrt, wobei ich mich sogar an der Sonne orientieren mußte, um in etwa die Fahrtrichtung bestimmen zu können - auf meiner groben Karte fand ich mich gar nicht mehr zurecht. Nachdem ich auf diese Weise durch nette, lauschige Orte gekommen bin, muß es furchtbar geregnet haben. Ich weiß nur noch, daß ich ziemlich naß und erst im Dunkeln einen Campingplatz in oder bei Flen fand und die Schnauze voll hatte vom Rad fahren.

See Am nächsten Morgen also schnell zum Bahnhof: Nein, Fahrradmitnahme ist in Schweden nicht möglich, aber man kann es verschicken und - mit etwas Glück - fährt man im gleichen Zug mit. Ich hatte Glück! Ich bekam noch ein Zugticket und konnte kurz nach der Ankunft in Göteborg mein Rad in Empfang nehmen.

Radweg Radweg

Das Wetter war wieder besser und so machte ich mich auf, Schwedens Westküste zu erradeln. Endlich macht das Fahren wieder Spaß. Unterwegs entdecke ich immer wieder Schilder mit offensichtlichen Fahrradrouten, aber welchem soll ich folgen? Die nächste Touristeninformation hilft. Ich brauche nur dem Ginstleden zu folgen. Das klingt nicht nur einfach, dank der guten Ausschilderung ist es das auch.

bepacktes Rad Meine Packtechnik ist noch nicht ganz ausgereift, aber das Wetter ist schön, die Route einfach und einen Speichenbruch hatte ich (Wemauchimmer sei Dank) auch noch nicht. Was will ich mehr?

Landesinnere Landesinnere

Manchmal geht die Route ein paar Kilometer ins Landesinnere, aber das macht diese Tour nur interessanter, weil es dann auch dort etwas zu sehen gibt. Und ich weiß ja, irgendwann werde ich in Helsingborg ankommen ...

Burg Am Meer

Trotzdem bin ich ganz froh, nicht in der Ferienzeit unterwegs zu sein. Den Souvenirläden nach zu urteilen, scheint hier in der Hauptsaison der Bär los zu sein. Doch ich treffe fast keinen Menschen und das ist mir auch ganz Recht so.

Brücke Wassermühle

 

Waldweg Loch im Reifen

Auf solchen Wegen fahre ich am liebsten. Und Dank meiner Finnlanderfahrung kann mir auch ein von den Bremsen aufgeschlitzter Reifen kaum Kummer bereiten.
Tip: Ein Papiertaschentuch zwischen Mantel und Schlauch legen. Damit schafft man noch Hunderte von Kilometern.