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Rückfahrt nach Bremen

Am Weserradweg zurück nach Bremen.

Um 9.30 Uhr geht es los. Zunächst muß ich auf einem Radweg neben der B80 fahren. Doch ab Weißehütte gibt es einen gesonderten Radweg mit schönen Grill-(Übernachtungs?)plätzen. Warum treffe ich abends nie auf solche Plätze?
Gottesfürchtige Gegend hier:
Bevor ich Bad Karlshafen erreiche, und einen Kreis schließe, komme ich durch Orte wie Gottstreu und Gewissenruh.

In Bad Karlshafen kaufe ich mir mal wieder eine Radkarte, diesmal für den Weserradweg.

Würgassen Bei Würgassen überquere ich die Weser. Zum Glück ist das Kraftwerk stillgelegt, aber bedrohlich wirkt es immer noch.
Über Beverungen geht es nun weiter bis nach Wehrden. In einem Ausflugslokal mit Sitzplätzen an der Weser mache ich eine ausgiebige Pause und höre zum ersten Mal seit Jahren wieder einen Kuckuck. Der Wirt behauptet, dass es in der Gegend fünf Kuckucke gibt.

Begleitet vom Rufen des Kuckkucks und von Greifvögeln die mir ihre Flugkünste vorführen, fahre ich weiter. Vorbei an Höxter, Holzminden bis ich vor Bodenwerder einen Campingplatz (vor der Himmelspforte) anfahre.

Die Städte zu besichtigen reizt mich überhaupt nicht. Andere Leute hingegen scheinen daran gefallen zu finden. Zumindest werde ich bei jeder Zigarettenpause von einer Vier-Männer-Gruppe überholt. Da ich sie aber noch nicht ein einziges Mal überholt habe...
Die Strecke selbst ist gut ausgebaut, einfach zu befahren und eher langweilig.
99 km

Camping an der Himmelspforte Von strahlendem Sonnenschein werde ich geweckt. Das muß ich ausnutzen. Wie gut, dass die meisten Campingplätze auch eine Gastronomie haben. In der Sonne sitzen und Kaffee trinken. Es gibt kaum etwas Schöneres.
Um 9.30 Uhr mache ich mich endlich auf den Weg. Ob ich die Viererbande von gestern los bin?

KKW Grohnde Bei Grohnde wundere ich mich über eine Menge heller Flecken, die ein Stück vor mir im Gestrüpp zu sehen sind. Was kann das sein? Zu hoch geschossener Blumenkohl?
Als ich näher komme, beginnen die Flecken sich zu bewegen und Überraschungslaute auszustoßen. Der Blumenkohl entpuppt sich als die Köpfe von älteren Damen, die dort im Gestrüpp verteilt ihre kleinen Geschäfte erledigen.
Ein köstlicher Anblick. Ich hätte so gerne ein Foto gemacht, aber ob ich dann noch weiter gekommen wäre?
Einige Minuten später - ich werfe gerade einen Blick auf das Kernkraftwerk - überholt mich dann auch wieder die Viererbande.

Hameln Stadtplanratte In Hameln lasse ich mich zu einem kleinen Stadtbummel herab. Als ich einen Kaffee trinken gehe, sitzt natürlich auch die Viererbande da. Sie fahren vor mir los, aber in Rinteln schaffe ich es endlich einmal sie zu überholen!
Von da an wurden sie nicht mehr gesehen, jedenfalls nicht von mir.

Um nach Vlotho zu kommen sind einige heftige Steigungen zu überwinden. Doch man wird nicht nur mit einer Abfahrt belohnt:
Gleich hinter Vlotho, bei den Weserauen, ist die "Alte Ziegelei". Ein nettes kleines Ausflugslokal. Die Besitzerin hat eine Menge interessanter Dinge zur Geschichte des Lokals zu erzählen und man trifft andere Radler, z. B. Leute, die Gegenwind haben, obwohl sie ihre Reisen extra bei der Fa. Rückenwind buchen.

Kaiser Wilhelm Porta Westfalica: Kaiser Wilhelm schaue ich mir nur aus der Ferne an. Ich bin gerade so gut in Fahrt, dass ich sie seinetwegen nicht unterbreche.
Auch an Minden rausche ich vorbei, stutze nur ein wenig, als ich ein Schild mit "Wellness-Radroute" sehe. Und ich dachte immer jede Radtour wäre Wellness.

Vorsicht! Vor Petershagen gehe ich dann doch in die Bremsen. In die Weser will ich nicht.
Doch so langsam sollte ich einen Campingplatz finden. Zwischen Weser und Schleusenkanal finde ich ihn. Sozusagen zu Füßen des Kraftwerks Petershagen.
116 km

Wieder so ein schöner, sonniger Tag. Und wieder ein Grund lieber Kaffee zu trinken statt loszuradeln.
In Petershagen finde ich ein Tchibocafe und (heute scheint mein Glückstag zu sein) dort gibt es gerade eine Dioden-Stirnlampe. Da dies hoffentlich nicht meine letzte Rad- und Zeltreise ist kaufe ich sie natürlich.
Dann kann ich endlich ruhigen Gewissens losfahren.

Hinter Harrienstedt verpasse ich einen Abzweig und komme vom Weserradweg ab. Ich fahre weiter bis ich auf den Radfernweg Hannover - Steinhuder Meer - Dümmer treffe. Dem folge ich nun, bis ich wieder auf dem Weserradweg bin.
Dann geht es in einem Rutsch weiter über Stolzenau, Landesbergen bis nach Nienburg.
Dort mache ich eine kleine Pause und schlendere durch die Stadt.

Als ich Nienburg hinter mir lasse wird es stellenweise ziemlich holprig (Schlaglöcher und Frostschäden). Zum Glück ist der Weg nicht überall so!
Trotzdem komme ich auch in Hoya nur langsam voran: Es gibt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 7 km/h und die Autos lassen mich nicht vorbei.

Camping Seerose Junge Spinnen Jetzt noch einen Endspurt und ich bin wieder bei Frau Erika, wo ich auch schon die erste Nacht dieser Tour verbracht habe. Frau Erika erkennt mich wieder und erkundigt sich, ob ich denn gut mit der Bahn weggekommen bin. Es ist fast wie nach Hause kommen. Meinen Platz mit der Terrasse bekomme ich auch wieder.
Es hat sich hier einiges getan in den letzten Tagen:
Im Papiereimer ist ein ganzes Heer von Spinnen ist geschlüpft.
108 km

29.05. Endspurt
Bei strahlendem Sonnenschein verabschiede ich mich von Frau Erika und mache mich auf den Weg nach Verden. Von dort geht es weiter Richtung Achim.
Als ich am Schleusenkanal (schon wieder einer) radle wird es mir schon fast zu heiß. Aber ich habe es ja nicht mehr weit.
Ziemlich schnell erreiche ich Bremen. Doch in der Stadt gibt es kein Durchkommen. Ich muß tatsächlich absteigen und schieben. Es ist Samstag und es ist Breminale.
Doch ich habe mein Ziel erreicht.
62 km

Links zur Tour
Die Ferienregion Edersee.
Bei Camping Teichmann fand das Bikefreaks-Treffen statt.
Der Diemelradweg, ein wirklich schöner Radweg.
Der Weser-Radweg, auch Rentnerradweg genannt.

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Jahreskilometer

2012:

330 km

2011:

2813 km

2010:

3339 km

2009:

5112 km

Termine

19.08.12

Vattenfall Cyclassics

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