Kurz nach der Abfahrt habe ich heute einen anderen Radwanderer eingeholt. Hans durchquert Deutschland von Nord nach Süd. Nun werden wir ein Stück des Weges gemeinsam zurücklegen. Und der wird schnell beschwerlich. Mitten im Wald müssen wir unsere Räder wegen Straßenbauarbeiten durch dicken Sand schieben. Sind wir froh, als wir nach einigen Kilometern endlich wieder festen Boden unter den Rädern haben.
Nach der Fährüberfahrt in Rogätz deuten wir ein Schild falsch und fahren gemütlich plauschend in die falsche Richtung. So fahren wir über Blumenthal nach Burg, das eigentlich nicht auf unserem Weg liegt. Wir testen Eiscafe und Bäcker, nehmen anschließend den kürzesten Weg nach Niegripp, um dann weiter nach Hohenwarte zu fahren.
Dort will ich mir unbedingt das Europäische Wasserstraßenkreuz ansehen. Kaum machen wir uns von dort auf den Weg nach Magdeburg, reißt Hans die Kette. Mit meinem Werkzeug und Hans Geschick ist das Problem, zum Glück, schnell behoben. Über die Qualität des Radwegs wundere ich mich immer wieder. Sie mag für eine Spazierfahrt am Sonntagnachmittag ausreichend sein, aber von einem Fernradweg in Deutschland habe ich mehr erwartet. Alleine hätte ich wahrscheinlich eine kleine Runde gedreht und wäre dann weitergefahren, um ein nettes Plätzchen für mein Zelt zu suchen.
Dank Hans kann ich nun auch einmal in einer Jugendherberge übernachten.Als Familienmitglied brauche ich keinen Jugendherbergsausweis vorzeigen. Vermutlich müssen auch Jugendherbergen ihre Betten voll kriegen.
Mit 23,00 € pro Person habe ich allerdings nicht gerechnet.
Den Abend nutzen wir für einen kleinen Stadtbummel, und ich schicke endlich einen Teil meines Gepäcks nach München vor. Soll es dort auf mich warten. 71 km
2012:
330 km
2011:
2813 km
2010:
3339 km
2009:
5112 km