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19. Sept. Coswig/Anhalt - Torgau

Lutherstadt-Wittenberg Lutherstadt-Wittenberg Heute morgen komme ich gar nicht in die Puschen. Alles scheint nur im Zeitlupentempo zu gehen.
Gegen 10.30 Uhr komme ich endlich los und beginne mit einem kleinen Einkauf. Ich brauche dringend ein paar Schokoriegel.
Dann gehts auf direktem Weg weiter zu einem kleinen Stadtbummel nach Lutherstadt-Wittenberg.

Anschließend fahre ich bis Gorsdorf-Hemsendorf auf durchwachsener Strecke weiter. Doch plötzlich ist die Straße gesperrt, und ich kann nicht erkennen, ob das auch für Fahrradfahrer gilt. Vorsichtshalber nehme ich die Umleitung über Grabo.
Eine gute Landstraße, aber mit mächtig viel Gegenwind.

Wieder einmal muß ich übersetzen. Langsam bekomme ich den Eindruck, der Elberadweg hat seinen Namen nur, weil man immer wieder über die Elbe muss. Sonst bekommt man den Fluß relativ wenig zu sehen.

Kaffeepause im Fährhaus Pretzsch. Wie immer will ich dabei auch gerne meine Trinkflasche auffüllen. Aber das wird mir nicht erlaubt, und an jedem Wasserhahn steht kein Trinkwasser.

Also frage ich vor allen Gästen, ob man mir etwas Leitungswasser verkauft.
Nein, das geht nicht:
Ein Radfahrer hat sich mal beschwert, weil er von dem Wasser Magenkrämpfe bekommen hat. Daraufhin wurde das Wasser untersucht, und wenn man lange genug sucht findet man ja auch was. Nun kann er kein Leitungswasser mehr abgeben, das Risiko ist zu groß.
Aber meinen Kaffee könne ich ruhig trinken, der war ja in der Kaffeemaschine.
Ich hoffe, dass er mir gut bekommt und fahre weiter.

An den Lausiger Fischteichen überlege ich, dort auf dem Campingplatz zu bleiben. Aber es ist mir noch zu früh um mein Nachtlager aufzuschlagen. Danach ist die Strecke so gut und schnell zu fahren, dass ich auch den nächsten Platz ignoriere. Hinter Torgau, im Naherholungsgebiet Dahlener Heide gibt es schließlich noch einen. Doch der ist eingezäunt und geschlossen.

Eine Skaterin schickt mich zurück nach Torgau. Dort soll es am großen Teich einen Platz geben. So langsam beginnt es zu dämmern und ich muß schon mit Licht fahren. Beim Umrunden des Sees, auf Trampelpfaden im Wald, entdecke ich den Platz endlich.
Bevor es ganz dunkel wird steht mein Zelt. Meine Nachbarn sind zwei Radler, die ihre Tour wegen Knie- und Fußproblemen schon nach einem Tag beenden mußten.
Ihnen scheint es so viel aber nicht auszumachen.
115 km

18.09. zurück oder weiter 20.09.



Jahreskilometer

2012:

330 km

2011:

2813 km

2010:

3339 km

2009:

5112 km

Termine

19.08.12

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