Mein Fahrrad finde ich am Morgen unversehrt zwischen den ersten Frühstücksgästen.
Nach dem Beladen gehts auf nach Theresienstadt. Das Gräberfeld bewegt mich mehr, als alle Bilder, Museen und was ich sonst noch aus der Deutschen Vergangenheit gesehen habe. Die Greuel werden realer.
Nach Gedenkminuten, und Besichtigung des KZ, geht es über ruhige Landstraßen weiter.
In Roudnice drängt mir ein Amerikaner mit Alkoholfahne, Hilfe auf, die ich gar nicht benötige und wundert sich, weil ich keinen Wodka dabei habe. An der nächstbesten Kreuzung bedanke ich mich und schlage eine andere Richtung ein als er.
Den folgenden Bogen über Racice nach Horni Pocaply hätte ich mir sparen können. Viele, viele Felder, aber von Elbe nichts zu sehen.
Über Landstraßen in Elbnähe (mäßig befahrene Hauptroute) geht es weiter bis Melník, wobei ich aber nur ein Auto sehe. Nach kurzer Besichtigung des Marktplatzes gibt es Cappucino und einen unaussprechlichen, aber leckeren Kuchen.
Auf derselben Straße, die jetzt aber in Moldaunähe verläuft, geht es weiter zum Campingplatz nach Veltrusy. Nach dem Überqueren einer Autobahn befinde ich mich plötzlich auf einer wirklich viel befahrenen Straße mit seitl. Schallwänden. Obwohl niemand hupt, oder mich sonstwie bedrängt, ist mir das nicht ganz geheuer, und als ich nach 10 min. leichtem Bergauffahrens immer noch keine Ausfahrt entdecke, kehre ich lieber um.
Wieder unten angekommen, entdecke ich nicht nur die kleine Ausfahrt, sondern sogar ein Schild, dass mich zum Campingplatz führt.
85 km
2012:
330 km
2011:
2813 km
2010:
3339 km
2009:
5112 km