Schon wieder so ein Morgen der gutes Wetter verspricht.
Nach dem, inzwischen schon obligatorischem Morgenbad, wird erst einmal in Ruhe gefrühstückt. Dann wird gepackt. Doch von einer Uhr ist auch nach dem Verpacken des Zeltes nichts zu sehen.
Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, müsste ich durch das Dorf wieder zur Straße kommen, und so ein paar Meter abkürzen können.
Im Dorf treffe ich auf den Mann von gestern. Er erzählt mir, dass die Straße auf der ich fahre früher einmal die Hauptstraße war, aber jetzt nur noch in den Wald führt. Aber mit dem Fahrrad könne ich sie noch benutzen, wenn ich um den See herum wolle.
Weiter weist er mich auf den Gedenkstein hin, der ein paar Meter weiter steht. Hier hätte die letzte Schlacht zwischen Dänemark und Schweden statt gefunden. Dänische Bauern hätten gegen schwedische Soldaten gekämpft. Oder war es umgekehrt? So ganz klappt unsere Verständigung nicht, und ich frage mich, ob er den Gedenkstein selbst gemacht hat.
Schließlich mache ich mich auf in den Wald. Der Weg scheint lange nicht mehr benutzt worden zu sein. Jede Menge hohes Gras und Gestrüpp und nur mit viel Mühe erreiche ich irgendwann wieder eine Schotterstraße, komme durch kleine Dörfer, und endlich wieder auf die Straße nach Vånga. Einen Skilift mit dazu gehöriger Piste gibt es tatsächlich.
Von hier aus geht es am Ivösjön entlang, auf einer Straße die mich sehr an den Obstmarschenweg im alten Land erinnert, nach Barum. Ich scheine mitten im schwedischen Obstanbaugebiet zu sein. Im Barum überlege ich, ob ich mit der Fähre auf die Insel Ivö übersetze. Doch die Insel hat keinen zweiten Ausgang und ich müsste mit der Fähre wieder hier her.
Ich fahre weiter nach Bäckaskog und lasse mir im Schloss einen Kaffee servieren.
In Fjälkinge gibt es zum Glück eine Fahrradausschilderung nach Kristianstad. Ich ignoriere die Stadt und folge nun nur noch den Ausschilderungen von Ort zu Ort: Öllsjö, Ovesholm, Tollarp, Hörby.
Diese Wege erlauben zwar kein schnelles fahren, weil es sich überwiegend um Wirtschaftswege handelt, aber ich komme stetig, und vor allem ohne Autoverkehr, voran. In Hörby kann ich leider keine weitere Beschilderung entdecken. Ich überlege, auf dem Campingplatz in Osbyholm halt zu machen, beschließe dann aber weiter nach Sjöbo zu fahren.
Aber nicht über die 13, sondern ich suche mir die Nebenstraßen über Löberöd und Harlösa nach Öved. Ob man hier im Kloster auch übernachten kann?
Doch das ist nicht nötig. In der Nähe gibt es einen großen Badeplatz. Der Vombsjön hat hier einen großen Sandstrand und es wirkt, als säße ich an der Ostsee. Nur, Reiter habe ich in der Ostsee noch keine gesehen.
120 km
2012:
330 km
2011:
2813 km
2010:
3339 km
2009:
5112 km