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08.06. gegen den Wind bis Osbyholm

Die erste Nacht im Zelt war feucht und kühl! Und dann werde ich um 6:00 Uhr von meinem Zeltnachbarn geweckt, der mit seinem Trike und Vollgas abreist.

Doch am ersten Morgen bin ich noch langsam und so nutze ich die Zeit um die Klamotten in den Packtaschen reisetauglich umzupacken.
Um neun Uhr bin ich reisefertig und bei strahlendem Sonnenschein und 8° C geht es los. Etwas wärmer dürfte es gerne noch werden...

Ich fahre nach Osten in Richtung Ystad.
Die Strecke ist mir vom letzten Jahr noch ein wenig in unangenehmer Erinnerung. Deshalb meide ich die kleinen Umwege die vom Sverigeleden angezeigt werden. Noch einmal möchte ich nicht in den Schotter fallen.
In Beddingestrand biege ich ab und fahre nach Skurup. Von dort soll es direkt weiter gehen nach Veberöd. Doch nach nur wenigen hundert Metern nervt mich der Verkehr auf der 102 (von und zur Autobahn) so sehr, dass ich auf kleinere Nebenstraßen ausweiche.

Wie gut, dass ich gerade erst ein paar Kanelbullar gegessen habe, denn die Steigungen in Verbindung mit dem Wind finde ich ganz schön anstrengend. Doch dafür werde ich mit einer weiten Aussicht belohnt.
Natürlich hat so eine Steigung auch eine Abfahrt und da muss ich bei 45km/h die Bremse ziehen, da der Lenker zu schlenkern beginnt:
Ganz offensichtlich fehlt eine Dose Bier in einer Packtasche.

Über Blentarp und Sövde geht es weiter zum Vombsjön.
Als ich die 11 kreuze fällt mir auf, dass ich hier auch schon im letzten Jahr vorbeigekommen bin. Für den nächsten Schwedenurlaub sollte ich mir eine neue Strecke überlegen.

Am Vombsjön verhindern ein sehr starker, kühler Wind und Wolken, die die Sonne verdecken, eine gemütliche Kaffeepause. Frierend rauche ich schnell ein paar Züge von der Zigarette und setze mich wieder aufs Rad.
Vor dem Schloss wird gerade der Straßenbelag erneuert und es gibt einen kleinen Stau. Doch die Arbeiter haben Mitleid, winken mich mich vor den Autofahren hindurch und wünschen mir noch eine gute Reise.

Überhaupt weht der Wind nun kräftiger und kommt scheinbar direkt aus Norden.
Egal wie der Straßenverlauf ist oder welchen Abzweig ich nehme, der Wind kommt irgendwo von vorne. Entweder links vorne, rechts vorne oder mir gar direkt entgegen.
Auf kleinen Straßen quäle ich mich gegen den Wind an einigen -röds (Askeröd, Hjularöd, Löberöd, Högseröd) vorbei. In Löberöd gebe ich meinen Plan, zwischen V Ringsjön und Ö Ringsjön nach Hörr zu fahren, auf und fahre lieber die günstigere Windrichtung nach Hörby.

Kurz vor Hörby biege ich nach Osbyholm ab; dort gibt es einen Campingplatz. In dem Lanthandel, an dem ich kurz vor dem Camp vorbei komme, halte ich nach einem Handtuch ausschau.
In dem Laden gibt es wirklich alles: Lebensmittel,Geschirr, Tischdecken, Kosmetik, etc. Nur die Handtücher sind gerade ausverkauft.

Auf dem Campingplatz angekommen berichtet mir der Inhaber von einem Holländer, der auch mit dem Rad und einem Hänger unterwegs ist. Hocherfreut mache ich mich auf die Suche nach Roland. Doch ich kann weder Roland noch einen anderen Radler entdecken. Schade, wäre doch schön gewesen Roland hier wieder zu treffen.
Der Platz gefällt mir auch nicht sonderlich gut, aber ich finde ein windgeschütztes Plätzchen hinter einem Wohnwagen.

Zu viel mehr als schlafen bin ich nach dem anstrengenden Tag eh nicht in der Lage. Dafür wird der Platz reichen und der Preis von 100:- SEK ist zu verschmerzen.
109 km (trotz Gegenwind)

07.06. vorheriger Tag oder nächster Tag 09.06.



Jahreskilometer

2012:

330 km

2011:

2813 km

2010:

3339 km

2009:

5112 km

Termine

19.08.12

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