Nachdem ich in der Nacht mehrmals von Vögeln, die ihren Streit direkt vor meinem Zelt austragen mussten, geweckt wurde, bin ich erst um 9:30 Uhr ausgeschlafen. Es ist schon angenehm warm und der Wind scheint sich beruhigt zu haben.
Heute Morgen bin ich schnell und schon um 10:15 abreisefertig. Entlang einer kleinen Nebenstraße östlich des Ö Ringsjön mache ich mich auf nach Hörr. Wie ich es genieße ohne Gegenwind zu fahren!
Von Hörr geht es weiter Richtung Hässleholm. Auf meiner Karte kann ich keine Nebenstrecke entdecken und so nehme ich die 23 bis nach Tjörnarp. An einer Tankstelle nehme ich mein zweites Frühstück und überlege, ob ich nun auf die Nebenstrecke ausweichen soll. Doch Dank des Seitenstreifens war die Strecke gut zu fahren und so bleibe ich dabei. Notfalls gibt es später noch andere Ausweichmöglichkeiten.
Doch das Fahren auf dieser breiten Straße macht mir Spass. Der Seitenstreifen ist breit und überholende LKW geben mir noch zusätzlichen Schwung. Erst bei Sandåkra verlasse ich die Straße um bei Tormestorp einen Blick auf den Finjasjön zu werfen. Am Badeplatz mache ich eine Pause, die mir durch sich mit den Segeln abquälende Surfschüler versüßt wird.
Auch von Hässleholm bin ich angenehm überrascht. Bei dem schönen Wetter sind eine Menge Leute unterwegs und ich mache es mir auf dem Marktplatz gemütlich um mir das Treiben ein wenig anzusehen.
Von Hässleholm geht es auf der 23 weiter Richtung Osby. Doch mit dem Spass am Fahren ist es nun vorbei. Es gibt plötzlich keinen Seitenstreifen mehr und so wird es ziemlich eng hier. Ich nehme die erste Ausweichmöglichkeit die sich mir bietet und flüchte nach Ballingslöv.
Hier finde ich eine Strecke, die durch ein Wohn- und Waldgebiet führt, und dann den Bahngleisen folgt. Schade, dass ich nicht auf den Gleisen fahren kann, denn nach wenigen Kilometern muss ich entweder wieder auf die 23 oder einen großen Umweg fahren. Ich entscheide mich für den Umweg und habe die nächsten Kilometer eine Schotterpiste unter den Reifen.
Doch ab Farstorp gibt es wieder Asphalt und über Hästveda geht es weiter nach Osby. Gleich am Anfang des Ortes gibt es so etwas wie einen kommunalen Campingplatz. Eine Wiese mit Sitzbänken, Toiletten und das kostenlos. Eigentlich genau richtig für mich. Aber mitten im Wohngebiet mag ich mich am späten Nachmittag nicht so öffentlich ausbreiten.
So fahre ich durch den Ort auf die andere Seite des Sees zum Campingplatz - und treffe dort auf Roland.
Er ist ist etwas überrascht, weil er einige Schotterpisten fahren musste. Seine erste Panne hatte er auch schon und musste den letzten Abend zum Reifen flicken nutzen.
Doch das kann auch Vorteile haben: Dem Campinplatzbetreiber in Hörr hat die Panne so leid getan, dass er Roland die Übernachtung schenkte.
Während ich mein Zelt aufbaue, werde ich immer wieder von Rolands Hund unterbrochen. Der hat den größten Teil des Tages im Hänger verbracht und will sich nun mit mir austoben, denn auch Roland muss erst einmal das Zelt aufbauen.
Bevor ich mich zur Nachtruhe begebe werfe ich noch einen Blick auf die Straßenkarte und beschließe, morgen weiter zum Furen zu fahren. Die Entfernung müsste hinkommen und ich habe noch nette Erinnerungen vom letzten Jahr daran.
99 km
2012:
330 km
2011:
2813 km
2010:
3339 km
2009:
5112 km