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10.06. Nach Sandsjö am Helgasjön

Verschlafen!
Das Geld für den Reisewecker, den ich noch schnell auf der Fähre erstanden habe, hätte ich mir also sparen können (grummel). Roland ist auch schon weg, hat mir aber seine Adresse ans Rad geklemmt. Wie soll ich es bei so häufigem Verschlafen jemals bis nach Stockholm schaffen?
Doch um 10:45 kann ich mich auf den Weg nach Älmhult machen. Ehrlich wie ich bin, gehe ich aber vorher noch zur Rezeption um für die Übernachtung zu zahlen.
140:- SEK! Ich bin entsetzt.

Bis nach Bökeberga bin ich noch auf der 23, dann kann ich auf einer kleinen Nebenstrecke über Karhult und Killeberg weiter bis nach Älmhult fahren.
Badeplatz In Älmhult entdecke ich eine ausgeschilderte Fahrradroute, die zwar keine Ortsangaben hat, aber meiner Meinung nach zum See Möckeln führen müsste. Ich probiere sie aus und komme tatsächlich zu einem Badeplatz am Möckeln.
Durch eine Siedlung im Wald geht es nun ohne irgendeine Ausschilderung weiter. Doch schon recht bald, und ohne mich zu verfahren, befinde ich mich auf der kleinen Straße nach Diö und Liatorp. Aber bevor ich dort ankomme, entdecke ich in Råshult ein Schild auf dem, neben einigem anderen "Cafe" steht. Natürlich muss ich dort einkehren.

Ich stürme hinein - und finde mich in einem Damenbekleidungsgeschäft wieder.
Als ich auf schwedisch nach dem Cafe frage, werde ich nicht gleich als Deutscher erkannt, sondern bekomme einen kleinen schwedischen Vortrag zu hören. Ein wenig habe ich also doch schon gelernt.
Doch ohne die zusätzlichen Gesten hätte ich sicher nicht verstanden, dass sich das Cafe in der oberen Etage, die gleichzeitig ein Lampengeschäft ist, befindet.

In Liatorp habe ich die Wahl zwischen Gegenwind in Richtung Agunnaryd und dann zum Furen oder mit Rückenwind Richtung Växjö zu fahren. Ich entscheide mich für den Rückenwind. Es werden sicher noch genug Tage kommen, an denen ich gegen den Wind fahren muss.

die 23 Irgendwo hinter Liatorp verpasse ich die Nebenstrecke nach Eneryda, befinde mich plötzlich wieder auf der 23, ...und bin begeistert!

Leichter Rückenwind und jede Menge Platz auf der 23. Die Gelegenheit um so richtig in die Pedalen treten zu können. Sperre

Ruckzuck bin ich am Salen, wo ich am Badeplatz eine Pause einlegen will.
Doch der Weg dorthin wird mir durch einen Baum versperrt und ich muss meinen Hunger mitten im Wald stillen.
Westlich des Salen fahre ich nun, zwischen jeder Menge Holzstapeln hindurch, weiter nach Alvesta.
Auf dem Weg nach Moheda merke ich mir am Dansjön einen Badeplatz als Übernachtungsmöglichkeit vor. Doch auf meiner Karte gibt es noch mehr Plätze und so fahre ich erst einmal weiter.

In meiner langen Fahrradkleidung komme ich mir wie ein Weichei vor, als mir plötzlich eine Frau mit nassen Haaren und Bikini auf einem Rad entgegen kommt.
Der nächste Platz ist süd-östlich von Moheda an einem See der, wieder einmal, Furen heißt. Sehr gepflegt, aber leider direkt an der Straße. Das sieht auf meiner Karte aber ganz anders aus.

Dann entdecke ich einen Platz bei Sandsjö am Helgasjön.

badeplatz Doch: Camping förbjuden!
Das kann ich so gar nicht einsehen. Es wäre kein Problem ein Wohnmobil auf dem Parkplatz abzustellen, aber ich mit meinem Rad soll 20 km zum nächsten Campingplatz fahren?
Es kommt noch ein Ehepaar vorbei, das von Stockholm nach Schonen gezogen ist, weil Stockholm so hässlich ist. Da bin ich aber ganz anderer Meinung!

Bevor die Beiden sich wieder auf den Weg machen, versichern sie sich, ob ich auch genug Trinkwasser habe. Sie hätten genug im Auto und ich könne gerne etwas davon haben. Ich freue mich über so viel Freundlichkeit, doch ich bin gut ausgerüstet.
107 km

09.06. vorheriger Tag oder nächster Tag 11.06.



Jahreskilometer

2012:

330 km

2011:

2813 km

2010:

3339 km

2009:

5112 km

Termine

19.08.12

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