Das gibt es doch gar nicht! Schon um 7:30 werde ich wach, so sehr knallt die Sonne auf mein Zelt. Entweder aufstehen oder Kopfschmerzen riskieren.
Endlich erreiche ich mit meinem Handy Camilla und wir telefonieren mein Guthaben leer.
Dann, um kurz nach Zehn, komme ich endlich los. Die kurze Strecke nach Pershagen ist eine einzige Quälerei. Liegt es an der Hitze oder daran, dass ich gestern Abend keine Nudeln gegessen habe? An der erstbesten Pizzaria in Pershagen mache ich halt und esse erst einmal einen riesigen Salat.
Es kostet mich einige Überwindung mich wieder aufs Rad zu schwingen. Ich durchfahre Södertälje und komme dann auf eine kleine Nebenstraße in Richtung Stockholm. Es sind nur noch 20 km!
Doch dann beginnt der fast anstrengenste Teil des Tages. In den Vororten von Stockholm kenne ich mich gar nicht aus. Ich nehme ausgeschilderte Fahrradrouten durch die Vororte und komme im Zickzackkurs bis nach Kungsholmen.
Auch in Richtung Sundbyberg komme ich recht problemlos. Dann beginnt das große Suchen. Nirgends ist ein kleiner Stadtplan aufzutreiben, und telefonieren kann ich auch nicht mehr. In Bromma empfiehlt mir jemand, in der U-Bahn Haltestelle nach einem Stadtplan zu fragen.
Ich versuche es, und es gibt tatsächlich einen. Allerdings ist es der Letzte und deshalb darf ich ihn zwar anschauen, aber nicht mitnehmen. Die grobe Richtung kann ich mir merken und mit Hilfe der Umgebungspläne an den Bushaltestellen, und viel Fragen komme ich schließlich doch noch bei Camilla an.
Ich habe das Gefühl, die Strecke innerhalb Stockholms verdoppelt zu haben. Doch ein späterer Blick auf einen Stadtplan zeigt mir, dass ich nur einen großen Bogen gefahren bin. Aber eine Menge Zeit hat das Suchen gekostet.
87 km
2012:
330 km
2011:
2813 km
2010:
3339 km
2009:
5112 km