Morgens früh um sechs werde ich wach, obwohl ich noch nicht ausgeschlafen bin. Die Ursache dafür ist schnell gefunden. Die Isomatte hat keine Luft mehr.
Schneller bin ich deshalb aber nicht. Erst um 8:30 Uhr mache ich mich, ziemlich motivationslos, auf den Weg in Richtung Mörko. Die Lust kommt dann während der Fahrt. Die Strecke ist eigentlich recht langweilig, aber gut und schnell zu befahren.
Bei Karsholmen entdecke ich ein lustiges Pausenplätzchen. Kein Weg führt dorthin. Vermutlich hat man es beim Umbau der Straße einfach dort vergessen.
Die nächsten Kilometer kenne ich zwar schon von der Hinreise, doch aus dieser Richtung kommen sie mir völlig fremd vor. Kurz vor Vagnhärad biege ich ab nach Trosa. Toll, ich kann auf einer alten Straße fahren, die für den Autoverkehr nicht mehr freigegeben ist.
Ein idyllisches Städtchen! Es ist noch nicht viel los am Hafen, und die Geschätftsinhaber trinken gemeinsam Kaffee um erst dann aufzuspringen, wenn jemand ihren Laden betritt.
Außer dem üblichen Touristenschnickschnack wie Schlüsselbändchen etc. gibt es hier handbemalte Tabletts, Stühle und alles, was man sonst noch so bemalen kann.
Und Kubb - das Wikingerspiel - dessen Regeln ich beim zusehen in Stockholm nicht begriffen habe, hat den gleichen Preis wie in Deutschland.
Nachdem ich mich mit Kaffee, und grünen Marzipanröllchen mit Sahne, gestärkt habe, geht es auf der 219 weiter bis Sjösa.
Wieder so eine recht langweilige, aber gute Strecke. Eigentlich würde ich gerne direkt an der Küste fahren, aber das scheint unmöglich zu sein. Die Küste ist halt sehr zerklüftet und alle Wege zum Meer sind auf meiner Karte Sackgassen. Auf ständiges hin und wieder zurück fahren habe ich keine Lust. Durch Nyköping geht es nun weiter nach Arnö. Dummerweise entdecke ich eine Fahrradroute und verpasse so eine Straßenabfahrt. Nun hindert mich eine Autobahn, wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Von drei Spaziergängern die ich befrage, bekomme ich drei völlig unterschiedliche Antworten, dann finde ich den Weg nach Buskhyttan.
Von hier aus geht es dann zur Küste, um dort einen Schlafplatz zu finden. Ich habe Glück. Gleich der erste Platz ist ein Volltreffer: Ein kleines Wäldchen direkt am Meer. Den Campingplatz in Nävekvarn kann ich mir sparen. Bevor ich mich zur Nachtruhe begebe, halte ich noch ein kleines Pläuschchen mit Spaziergängern, die zum Picknick an den Platz kommen und repariere die Isomatte. 113 km
2012:
330 km
2011:
2813 km
2010:
3339 km
2009:
5112 km