Wieder bin ich um sechs Uhr wach. Doch heute bin ich ausgeschlafen. Die Isomatte hat dichtgehalten.
Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit beginne ich den Tag nicht mit einem Kaffee, sondern hüpfe als erstes ins Wasser.
Ganz schön kalt, aber im Gegensatz zu Campingplatzduschen ein himmlisches Vergnügen. Erst dann beginnt der normale Tag mit Kaffee, Frühstück und packen. Dann geht es weiter nach Nävekvarn.
Aus asphaltierter Straße wird eine Waschbrettschotterpiste mit Schlaglöchern. Kein schönes Fahren.
Doch dann habe ich wieder Asphalt unter den Rädern. Trotzdem ist die folgende Berg- und Talfahrt bis Kvarsebo in der Hitze sehr anstrengend. Wieder setze ich mit eine Fähre über und komme auf die Strecke, die ich, von der Hinfahrt mit defekter Kette, in angenehmer Erinnerung habe.
Aber jetzt habe den Wind von vorne und stellenweise ist der Asphalt von der Hitze regelrecht gescholzen. Es fährt sich, als ob die Reifen nur zu Hälfte aufgepumpt wären.
Ich bin froh, als ich Vikbolandet durchfahren habe und an der nächsten Fähre eine Kaffeepause machen kann.
Auf der anderen Seite, in Stegeborg, treffe ich dann auf den ersten schwedischen Reiseradler meines Lebens. Einige Kilometer fahren wir zusammen, dann trennen sich unsere Wege.
Der Himmel verdunkelt sich und ich hoffe auf ein befreiendes Gewitter. Doch der Wind läßt nach und es wird eher noch stickiger.
Hinter Börrum habe ich 7 km Baustelle zu überwinden. Sehr lustig anzuschauen sind dabei die in den Fels versenkten Blumenvasen. Ob man die zum Sprengen benötigt?
Von der restlichen Strecke bis Valdemarsvik nehme ich nicht mehr viel wahr, und den Campingplatz suche ich leider auf der falschen Seite des Flusses. Als ich ihn endlich gefunden habe, bin ich ziemlich genervt:
Das Bier kostet das dreifache es Normalpreises und ich darf es nicht mit zum Zelt nehmen, da man nur eine Ausschank- aber keine Verkaufslizenz hat.
Der kleine Platz für die Zelte liegt zwischen der Straße und dem Weg zum Badeplatz, und um zum Servicehaus zu gelangen muss man erst einmal Bergsteigen. Dabei werden Küche und Gemeinschaftsraum eh nur von Leuten mit Zelt genutzt. Doch es gibt einen schönen Badeplatz.
106 km
2012:
330 km
2011:
2813 km
2010:
3339 km
2009:
5112 km