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23.06. Hungrig in Blankaholm

Ob ich heute aus Västervik fortkomme? Als erstes frage ich an der Rezeption. Die Rezeptionistin macht tatsächlich einen Rrennrad fahrenden Kollegen ausfindig. Seine Antwort ist eindeutig: Die E22 nach Süden ist die Hölle. Ich müsse sie Richtung Norden bis Almvik fahren und von dort aus dann über Nebenstraßen wieder gen Süden. Ein riesiger Umweg wie mir scheint. Also frage ich in der Stadt noch einige Radfahrer. Alle sind der Meinung, dass jeder Umweg besser ist als der direkte Weg. Es stellt sich aber heraus, dass ich nicht bis nach Almvik muss, sondern nach ca. 2 km schon auf eine Nebenstrecke ausweichen kann. Nur ein paar Stunden Umweg. Das klingt doch gut.

See Nach Norden kann man auf der E22 tatsächlich gut fahren (sogar mit Seitenstreifen). Dann geht es erst einmal auf Schotterpiste weiter. Eine schöne Strecke, doch die sengende Sonne macht mir mal wieder zu schaffen. Vor Gunnebo umrunde ich noch eine Museumseisenbahn, dann geht es weiter. Auf der gut ausgebauten Straße, die laut meiner Karte mitten durch Gunnebo geht, fahre ich an Gunnebo vorbei ohne es zu bemerken. Dann müssen die Einkäufe bis zum nächsten Ort warten.

Ab Västrum geht es dann wieder auf Schotter weiter. Schade, dass die Kurven so unübersichtlich sind. Sonst hätte es hier nach den Steigungen einig rasante Abfahrten gegeben. Doch Schlaglöcher und Schotteransammlungen sehe ich lieber vorher. So muss ich mit den Händen an den Bremsen herunter fahren.

Mitten in der Wildnis (naja, wenigstens wirkt es ein wenig so) entdecke ich ein, leider geschlossenes, Cafe.

Blankaholm Doch in Blankaholm kann ich endlich Pause machen. Hier gibt es ein Lokal und, noch wichtiger, einen Handlarn. Endlich kann ich Einkaufen. Ich fühle mich dem Verhungern nahe. Solstadström Bisher eine schöne Strecke. Seit Västervik bin ich nur auf dem Fernradweg Cykelspåret gefahren. Auf Schotterpiste, die erst bei Simpevarps Kernkraftwerk wieder zu Asphalt wird, geht es weiter. Eine schöne Strecke die durch viel Waldgebiet und wenige, dafür aber umso idyllischere, Orte führt.

Grönhult

Ich fahre weiter bis Figeholm, um mir dort den Badeplatz zum Übernachten anzusehen. Der Platz entpuppt sich als ein, nein sogar zwei, Campingplätze. Für 100:- SEK bleibe ich. Obwohl es jede Menge Platz gibt, gestaltet sich die Zeltplatzsuche schwierig. Die Rezeptionistin muss erst einmal Camper fragen, ob sie mich für eine Nacht in ihrer Nähe dulden! Als ich dann endlich mein Zelt aufstellen kann, kommt mein Nachbar aus seinem Wohnwagen um mir zu erklären, dass mein Platz noch fünf Meter weiter entfernt ist. Leute gibts! Doch zum Glück lerne ich auch hier einige sehr nette Leute kennen. 90 km

22.06. vorheriger Tag oder nächster Tag 24.06.



Jahreskilometer

2012:

330 km

2011:

2813 km

2010:

3339 km

2009:

5112 km

Termine

19.08.12

Vattenfall Cyclassics

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