So wie es aussieht, habe ich heute wieder gegen den Wind zu kämpfen. Doch vorher geht es nach Bräkne-Hoby zum Einkaufen. Danach fahre ich auf der E22 direkt nach Karlshamn. Die verschwundene Kontaktlinse läßt mir keine Ruhe, und ich will so schnell wie möglich zu einem Optiker. Als auch der nichts finden kann, kann ich etwas beruhigter weiter fahren.
Ich folge dem Banvallsleden bis nach Mörrum, übersehe dann aber offensichtlich ein Hinweisschild, denn plötzlich finde ich mich auf der E 22 wieder. Grauslig! In Norje verlasse ich diese grauslige Straße und komme über den Umweg Lörby und Mjällby nach Sölvesborg.
In Mjällby muss ich zwei Jungen erklären was ich mache. Da mir das auf schwedisch noch unmöglich ist, frage ich, ob die Beiden englisch sprechen. Dafür bekomme ich einen skeptischen Blick zugeworfen und die Antwort: "Nej, svenska!" Immerhin kann ich den Beiden begreiflich machen, dass ich nicht mein ganzes Leben nur auf dem Rad und im Zelt verbringen muss.
Doch mir drängt sich langsam der Eindruck auf, dass dies die, für Obdach- und Arbeitslose, in Schweden übliche Lebensform sein muss.
Dann geht es weiter über Nymölla, Trolle Ljunby, Vanneberga und Rinkaby nach Åhus.
Die gleiche Strecke bin ich letztese Jahr in Gegenrichtung gefahren. Platt, langweilig und windig wie Ostfriesland.
In Åhus folge ich den Schildern zum Campingplatz und komme auf dem Regenbogen Camp an. Ich wusste gar nicht, dass es auch schon Campingplatz-Ketten gibt und 131:- SEK finde ich ganz schön teuer.
Der Gegenwind tut meiner Kondition scheinbar gut.
114 km
2012:
330 km
2011:
2813 km
2010:
3339 km
2009:
5112 km